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> Historie
Der Namensgeber unseres Klinikums ist der
Chirurg Ernst von Bergmann (1836-1907).
Wie seiner Zeit Robert Koch auf dem Gebiet
der Bakteriologie sowie der Physiker Röntgen auf dem Gebiet der Bestrahlungseinrichtungen, so
war Ernst von Bergmann ein prägender Arzt in der Entwicklung der modernen Chirurgie.
Das
Krankenhaus ist aus den ehemaligen Städtischen Krankenanstalten Potsdams mit über 60 Standorten
hervorgegangen. Bereits 1756 entstand auf diesem Gelände das Pestkrankenhaus der Stadt Potsdam.
Das Haus wurde in seiner Außenansicht weitestgehend erhalten und dient heute noch, natürlich mit
modernen, dem heutigen Standard angepassten Räumen, der Patientenversorgung. Im Jahr 1899
wurde am hiesigen Standort die erste Blinddarmoperation in Potsdam, durch den damaligen
Gastarzt Geheimrat Prof. Dr. Ernst von Bergmann, durchgeführt.
Für lange Zeit wurde die Klinik mit den
Fachbereichen Chirurgie und Innere Medizin geführt.
Durch Bombenangriffe während
des
2. Weltkrieges wurden große Teile des Krankenhauses zerstört. Nach 1945 setzten
deshalb umfangreiche Baumaßnahmen ein, um zerstörte Gebäude wieder aufzubauen und neue Gebäude
hinzuzufügen. So entstand eine gynäkologische Klinik und eine Pathologie wurde eingerichtet.
Ende der 60er Jahre wurde eine Aufgliederung in über 20 Fachabteilungen
vorgenommen, die im Wesentlichen der heutigen Struktur entspricht. Die Tradition guter
medizinischer Behandlung wurde durch den Neubau (Inbetriebnahme 1983) weiter fortgesetzt. So
wurden unter anderem die Augenklinik, die Hals-Nasen-Ohren-Abteilung, die Urologie, die
Neonatologie und die Frauenklinik in den Standort integriert. Ebenso wurde die Disziplin
für innere Erkrankungen in Fachabteilungen wie Nephrologie, Gastroenterologie, Endokrinologie,
Hämatologie, Onkologie und Kardiologie aufgegliedert.
Diese für die Qualitätssteigerung
und -sicherung wesentliche Maßnahme wurde insbesondere durch Herrn Prof. Dr. Rüding, ehemaliger
Chefarzt der Chirurgie und langjähriger ärztlicher Direktor, und Herrn Prof. Dr. Remde,
ehemaliger Chefarzt der Inneren Klinik, getragen.
Als neue Disziplin wurde 1992
die Abteilung Psychiatrie eröffnet, die im November 1996 den Neubau im Außenstandort In der Aue
59-61 beziehen konnte. Neben der Psychiatrie und der Tagesklinik für Psychiatrie sind dort
ebenfalls die Infektionsabteilung und die Tollwutberatungsstelle aus dem aufgelösten früheren
Standort Hermannswerder zu finden.
1997 wurde die Chirurgische Klinik durch
die Neugliederung in „Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfall- und Wiederherstellende Chirurgie
und Gefäß- und Thoraxchirurgie“ in ihrem Leistungsangebot wesentlich erweitert. Die Neurologie
konnte als neue Abteilung im September 1997 ihren Betrieb aufnehmen. Patientenzimmer mit
bis zu zwölf Betten gehören der Vergangenheit an, im heutigen Standard sind die Patientenzimmer
in der Regel mit maximal vier Patienten belegt.
Heute ist das Klinikum mit seinen über 1.000 Betten auf modernsten Standard
eingerichtet und verfügt über eine medizinische Fachkompetenz, die unseren Patienten zugute
kommen wird.
Das Klinikum - heute
Die Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH ist ein allgemeines
Krankenhaus der Schwerpunktversorgung, deren Gesellschafterin die Landeshauptstadt Potsdam ist.
Das Klinikum ist Bestandteil des Krankenhausplanes des Landes Brandenburg. Es werden ausschließlich
und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung verfolgt.
Das
Klinikum wurde seit dem 1. Januar 1994 aufgrund der von der Stadtverordnetenversammlung der
Stadt Potsdam beschlossenen Betriebssatzung als organisatorisch und wirtschaftlich eigenständiger
Eigenbetrieb der Stadt Potsdam nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ohne eigene Rechtspersönlichkeit
nach den Bestimmungen der Satzung selbständig und mit eigenen Organen geführt.
Die
Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH wurde am 13. August 2002 rückwirkend zum
01. Januar 2002 durch Ausgliederung von Vermögensteilen des Eigenbetriebs Klinikum Ernst von
Bergmann aus der Landeshauptstadt Potsdam gemäß den Bestimmungen des Umwandlungs- und GmbH-Gesetzes
gegründet. Spaltungsstichtag war der 31. Dezember 2001, 24.00 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt
gelten alle Handlungen des Eigenbetriebs Klinikum Ernst von Bergmann in Bezug auf das übertragene
Vermögen als für Rechnung der neuen Gesellschaft vorgenommen. Alleinige Gesellschafterin ist die
Stadt Potsdam. Die Gesellschaft wurde am 1. Oktober 2002 in das Handelsregister des
Amtsgerichts Potsdam eingetragen.
Am 13. August 2002 wurde der erste
Geschäftsführer der Gesellschaft im Rahmen der ersten Gesellschafterversammlung bestellt.
Die Wahl des Betriebsrates entsprechend dem Betriebsverfassungsgesetz erfolgte am 12. Februar 2003
nach Klärung der gesetzlichen Grundlagen. Die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrates fand am
14. April 2003 statt.
Die Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH wurde am
1. Oktober 2002 in das Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam eingetragen. Die dem
ehemaligen Eigenbetrieb Klinikum Ernst von Bergmann zugeordneten Arbeitnehmer wurden nach den
Grundsätzen der Gesamtrechtsnachfolge in die neu gegründete Gesellschaft übergeleitet. Mit
Wirksamwerden der Ausgliederung durch Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister der
Stadt Potsdam gingen die Arbeitsverhältnisse auf die Gesellschaft über.
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